Klettersteig-Check im Bergwelten Magazin Aug./Sept. 2026
Von Uwe Grinzinger

In den Flow kommen
Klettersteige wirken manchmal wie Meditation. Auch durch die ewig gleichen Abläufe: Karabiner einklinken, ausklinken, wieder einklinken. Wie bei einem Mantra, bei dem man ständig die gleichen Silben oder Wörter wiederholt.
Sinnbild fürs Leben
An ein Mantra erinnert auch der Routenverlauf des Hindelanger Klettersteigs in Oberstdorf: Auf einen Felszacken folgt der nächste. Und noch einer. Ein ständiges Auf und Ab, fast schon ein Sinnbild fürs Leben. Am Hindelanger Klettersteig bleibt viel Zeit, um in Ruhe über diese Parallele nachzudenken.
Walkürenritt & Director's Cut
Müsste man hingegen das landschaftliche Ambiente vertonen, dann bräuchte man keine Ruhe, sondern Bombast: Vom ersten
Schritt überfällt einen das Panorama der Allgäuer Alpen mit
Pauklen und Trompeten. Quasi ein permanenter Walkürenritt.
Großes Kino also. Und zwar im "Director's Cut". Denn der Hindelanger Klettersteig ist vor allem eines: echt lange. Mindestens vier Stunden sollte man für den dreieinhalb Kilometer langen Grat zwischen Nebelhorn und Großem Daumen rechnen. Dazu kommt noch ein Rückweg, der sich zieht. Gut also, wer jeden Schritt als Bewegungs-Mantra sehen kann...

Hier nachzulesen:
"Allgäuer Eisen-Mantra":
Ein Klettersteig-Check von Uwe Grinzinger im Bergwelten-Magazin Aug./Sept. 2026.















